Reisebericht
23. Juli 2024 bis 06. August 2024
Bericht: Faruq
Gestartet habe ich mein Abenteuer mit einer Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt. Dort traf ich mich nachmittags mit Petra, Beate und Christoph.
Nach einem zweistündigen Kennenlernen und einem leckeren Essen beim Italiener ging es früh ins Bett um am folgenden Tag früh am Flughafen zu sein. Dort nahmen wir dann unsere Grit in Empfang, bevor es dann endlich mit einem 10 stündigen, aber angenehmen Flug losging.
Dann betraten wir endlich amerikanischen Boden. Die Einreise war komplikationslos, ebenso das Mieten des Autos. Danach folgte eine bequeme Nacht in Denver, bevor wir dann am folgenden Tag losfuhren. Die erste Fahrt von Denver/Colorado nach Wyoming. Mit einem spannenden Zwischenstopp in meinem ersten Walmart. Und natürlich einer wunderschönen Landschaft.
Auf dem Weg zu unserem ersten Halt in Lusk, besuchten wir noch das Fort Laramie. Welch ein beeindruckendes Erlebnis. Bevor wir im Fort eintrafen, besuchten wir noch die berühmten Oregon Trail Stepps. Welch harten Weg die Menschen wohl gehabt hatten.
Nach einem Tag mit atemberaubender, landschaftlicher Schönheit gab es abends ein leckeres Essen in einem typischen amerikanischen Restaurant.
Außerdem lernten wir noch unsere Anja und Bianca richtig kennen, die uns lose über die gemeinsamen zwei Wochen begleiteten. Der nächste Tag führte uns von Wyoming nach South Dakota. Als Erstes besuchten wir den Wind Cave Nationalpark. Sowohl davor als auch danach begegnete ich tatsächlich freilebenden Büffeln, unglaublich und atemberaubend schön.
Zum Wind Cave muss ich nicht viel erzählen. Auf jeden Fall bedeutet es für mich bis heute, eine große Ehre am Schöpfungsurpunkt der Lakota gewesen zu sein.
Nach einem einstündigen Stopp, weiteren Büffeln und einer wunderschönen Fahrt durch die Black Hills hielten wir noch am Crazy Horse Monument. Eine weitere Stunde später bewunderten wir den Mount Rushmore. WAS FÜR EINE GRÖßE! Allerdings empfand ich es als touristisch sehr überlaufen.
Am nächsten Tag ging es für uns zum Bear Butte. Rückblickend, für mich von mehreren spirituellen und philosophischen Erfahrungen die wohl wichtigste und schönste für mich. Der ca. anderthalbstündige Aufstieg ist und bleibt eine unbeschreibliche Erinnerung für mich. Dieser Berg strahlt eine Ruhe, Kraft und Schönheit aus, die unbeschreiblich ist.
Dieser Berg wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Am Nachmittag blieb ich alleine in Lead, ohne meine Gefährten, und lernte dafür die wunderbare Freundlichkeit der Amerikaner kennen.
Der nächste Tag führte uns zum Devils Tower. Für die Indigenen von enormer Bedeutung und für uns einfach nur wunderschön.
Der folgende Tag führte uns dann endlich ins Pine Ridge Reservat. Welch traumhafte Tour durch die Prärie.
Es sollte für mich ein Tag mit vielen unterschiedlichen Gefühlen werden. Die wunderbaren, wie die Landschaft, der Besuch vom Grab Red Clouds und Wounded Knee. Aber auch die spürbare Trauer, Wut und Enttäuschung über das Geschehene, was diesem Volk angetan wurde. Außerdem die sichtbare Armut. Selbst heute beim Schreiben, kämpfe ich noch mit den Tränen.
Ich werde noch lange darüber nachdenken müssen, bis ich einen Umgang für mich damit gefunden habe. Der Abschluss des Tages war der Besuch eines kleinen Powwows in Manderson mit einer grandiosen Reitvorstellung. Was für ein Können der Lakota.
Am nächsten Tag fuhren wir zuerst zu der Statue Dignity. Und in deren Hintergrund der Missouri. Prächtig.
Danach schauten wir uns das Museum des St. Joseph Stift an. Ihm folgte ein kräftigendes Buffet in einem tollen amerikanischen Restaurant. Der Nachmittag diente der Erholung und des Innehalten.
Tag 8 begann mit einem gemeinsamen Frühstück in einem Café einer Amerikanerin mit deutschen Wurzeln. Danach besuchten wir das Standing Rock Reservat und dort Fort Yates. Dort sahen wir das vorläufige Grab von Sitting Bull, welcher ja zu einem späteren Zeitpunkt noch umgebettet wurde. Auch dieser Trip wurde zum Wechselbad der Gefühle.
Diese wurden sogar noch heftiger an Tag 9 mit dem Besuch des endgültigen Grabes des großen Leaders Sitting Bull. Da war sie wieder. Diese spirituelle Berührung und das Verbundenheitsgefühl. Ich fühlte und fühle mich heute noch inspiriert.
Der darauffolgende Tag läutete schon die Vorfreude auf das Powwow ein, war dabei reserviert für eine Fahrt durch die Badlands, ein Gebirgszug unbeschreiblicher Schönheit und Magie. Dies betrifft genauso die Klapperschlange, die ich sehen durfte.
Zum Abschluss des Tages besuchten wir aber noch die Kulisse von einem meiner Lieblingsfilme, „Der mit dem Wolf tanzt“. Allerdings blieb diese Kulisse deutlich hinter meinen Erwartungen zurück.
Dann folgte der erste Tag des Powwow.
Am Vormittag besuchten wir noch eine Freundin unsere Scouts. Bei ihr veranstalteten wir ein leckeres Picknick, bestaunen ihre kleine Farm und tauschten uns im Gespräch aus. Dann kam die Fahrt zum Festivalgelände. Wir lernten Babette kennen. Was für eine tolle Frau. Ebenso ihre Familie. Nach vielen Gesprächen, die mir in vielerlei Hinsicht die Augen öffneten, ging es mit dem Einmarsch der Tänzerinnen und Tänzer los. Was für ein beeindruckender Auftritt und welche Schönheit. Allerdings war eine Zurückhaltung und Skepsis uns gegenüber zu spüren. Für mich aber zumindest verständlich. Ein unvergessliches Erlebnis.
Am nächsten Tag, mit einem Zwischenstopp bei einer weiteren Freundin der Scouts, ging es wieder zum Powwow. Geprägt war es von einer wunderschönen Parade durch die Stadt zum Festplatz. Anschließend hatten wir noch Zeit zum Zuschauen bei den Wettkämpfen.
Danach verabschiedeten wir uns von Babette und nahmen Abschied vom Powwow.
Tja, und dann kam der nächste Tag mit der Rückfahrt nach Denver. Morgens verabschiedeten wir uns von Grit, die weiter nach Las Vegas reiste.
Und für mich begann eine beeindruckende Rückreise. Meine erste selbstgefahrene Strecke durch Amerika ca. 450 km bis Denver. Wow.
Es folgte noch ein weiter Tag in Denver, den ich mit Beate zu einem ausgiebigen Shopping in einem riesigen Center nutzte. Und abends ein ausgiebigen Abschiedsessen.
Am nächsten Tag ging es zum Flughafen. Mit einem Sehnsuchts- und Trauergefühl des Abschieds, aber auch großer Vorfreude auf mein Zuhause in der Lüneburger Heide und meiner Frau, Kinder und Freunde, ging es zurück nach Frankfurt.
Danke liebe Petra, Grit, Anja und Bianca und lieber Christoph, dass ihr mich begleitet habt und ich euch begleiten durfte auf so einer wunderschönen vollen und schönen Reise.